Haare richtig föhnen: So vermeidest du Schäden, Frizz und Haarbruch

Jan. 22, 2026 | Haarpflege Tipps

Föhnen gehört für viele zur täglichen Haarpflege – und genau hier passieren die meisten Fehler.
Zu hohe Hitze, falscher Abstand oder fehlender Hitzeschutz können die Haarstruktur langfristig schädigen.

Die gute Nachricht:
Richtiges Föhnen kann dein Haar sogar schützen, glätten und für mehr Glanz sorgen.

In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Haare richtig föhnst, welche Fehler du vermeiden solltest und warum Hitze nicht automatisch schlecht fürs Haar ist.

Warum falsches Föhnen dem Haar schadet

Hitze allein ist nicht das Problem – unkontrollierte Hitze schon.
Beim Föhnen kann die äußere Schuppenschicht (Cuticula) aufrauen oder sich öffnen. Die Folge:

  • Feuchtigkeitsverlust
  • Frizz
  • stumpfes Haar
  • Haarbruch

Besonders empfindlich reagieren:

  • feines Haar
  • coloriertes oder blondiertes Haar
  • trockenes oder strapaziertes Haar

Deshalb ist die richtige Technik entscheidend.

1. Haare niemals tropfnass föhnen

Ein häufiger Fehler:
Viele beginnen direkt nach dem Waschen mit dem Föhnen.

Problem:
Nasses Haar ist besonders dehnbar und anfällig für Schäden.

Besser:

  • Haare sanft mit einem Handtuch ausdrücken
  • Nicht rubbeln
  • Kurz lufttrocknen lassen, bis sie nur noch handtuchtrocken sind

Profi-Tipp:
Ein Mikrofasertuch oder Baumwollshirt reduziert Reibung und Frizz.

2. Hitzeschutz ist kein Extra – sondern Pflicht

Wer seine Haare föhnt, sollte immer einen Hitzeschutz verwenden.
Er legt sich wie ein Schutzfilm um die Haarfaser und reduziert die Schädigung durch Wärme.

Warum Hitzeschutz so wichtig ist:

  • schützt die Haarstruktur
  • bewahrt Feuchtigkeit
  • verhindert Haarbruch
  • verbessert die Kämmbarkeit

Besonders bei regelmäßigem Föhnen oder Styling mit Glätteisen & Lockenstab ist Hitzeschutz unverzichtbar.

Mehr dazu in unserem Blogartikel zum Thema Hitzeschutz.

3. Die richtige Temperatur beim Föhnen

Heißer = schneller?
Nicht unbedingt.

Zu hohe Temperaturen:

  • trocknen das Haar aus
  • öffnen die Cuticula
  • fördern Spliss

Empfohlen:

  • mittlere Hitze
  • lieber etwas länger föhnen
  • zum Schluss immer Kaltluft, um die Schuppenschicht zu schließen

Kaltluft sorgt für:

  • mehr Glanz
  • weniger Frizz
  • bessere Haltbarkeit der Frisur

4. Der richtige Abstand macht den Unterschied

Der Föhn sollte mindestens 20–30 cm Abstand zum Haar haben.

Zu nahes Föhnen:

  • konzentriert Hitze punktuell
  • schädigt die Haarfaser
  • kann sogar die Kopfhaut reizen

Bewege den Föhn ständig und bleibe nicht zu lange an einer Stelle.

5. Von oben nach unten föhnen – nicht kreuz und quer

Die Haarstruktur ist wie ein Dach aufgebaut:
Die Schuppenschicht liegt von Ansatz zu Spitzen.

Deshalb immer:

  • vom Ansatz zu den Längen föhnen
  • Luftstrom in Wuchsrichtung lenken

Föhnen gegen die Wuchsrichtung:

  • rauht die Cuticula auf
  • verstärkt Frizz
  • nimmt Glanz

6. Bürste oder nicht? Das hängt vom Haartyp ab

Für glattes oder leicht gewelltes Haar:

  • große Rundbürste oder Paddle Brush
  • sorgt für Glätte & Volumen

Für lockiges Haar:

  • besser mit den Fingern oder Diffusor
  • nicht ausbürsten im trockenen Zustand

Die falsche Bürste kann mehr Schaden anrichten als Hitze.

7. Föhnen ist nicht per se schlecht – im Gegenteil

Entgegen vieler Mythen kann richtiges Föhnen sogar besser sein als Lufttrocknen.

Warum?

  • Nasses Haar quillt auf
  • lange Feuchtigkeit kann die Haarstruktur schwächen
  • kontrolliertes Föhnen schließt die Cuticula schneller

Wichtig:
Schonende Hitze + Hitzeschutz = gesundes Styling.

Häufige Föhn-Fehler auf einen Blick

  • kein Hitzeschutz
  • zu hohe Temperatur
  • Föhn zu nah am Haar
  • Rubbeln mit dem Handtuch
  • kein Kaltluft-Finish

Fazit: Richtig föhnen schützt dein Haar

Föhnen muss dein Haar nicht schädigen – wenn du es richtig machst.
Mit der passenden Vorbereitung, der richtigen Temperatur und einem guten Hitzeschutz kannst du:

  • Frizz reduzieren
  • Glanz verbessern
  • Haarbruch vermeiden
  • dein Haar langfristig gesund halten

Kleine Veränderungen im Alltag haben oft die größte Wirkung.